|
August 2008
|
|
Ein Projekt des Tierheimes ADANA Das Tierheim ADANA in Estepona beherbergt zur Zeit etwa 100 Hunde und noch einige andere Tiere mehr. Immer mehr Hunde kommen in hohem Alter dorthin und können oft nicht mehr an nette Familien übermittelt werden. Die Platznot wird immer größer. Außerdem ist das Gebäude nicht in bestem Zustand. Die Menschen dort tun zwar ihr möglichstes, um den Tieren ein schönes Zuhause zu geben, aber oft reichen die Mittel nicht aus. Aus diesem Grund wurde das Projekt „El Camino“ ins Leben gerufen.
Von Maresa Schlemmer
Angelehnt an Beispiele aus England und den USA wird eine Art Sponsorenlauf veranstaltet. Interessierte Wanderer können an einer siebenwöchigen Tour von Estepona nach Santiago de Compostela teilnehmen. Auch die Teilnahme für nur eine Woche ist möglich, je nach den Wünschen des Wanderers. Der Weg führt durch wunderschöne Landschaft zuerst bis nach Sevilla. Das ist das Stück des Weges, das nicht zum Jakobsweg gehört. Deswegen haben einige Freiwillige dieses Stück schon einmal abgewandert. Und alle waren begeistert! Nächstes Jahr im März beginnt die große Tour. Wer sich nicht mehr in der Lage fühlt, die zum Teil langen Strecken (meist ca. 30 km pro Tag) mitzumarschieren, kann zum Beispiel mit seinem Geld den Weg eines Hundes finanzieren. Die Organisation des Projektes sorgt für alles: jeder Wanderer bekommt für die 380 Euro pro Woche Unterkunft je nach Lage, Frühstück und ein Care-Paket für den Tag. Auch für Wasser ist gesorgt. Ein Wagen begleitet die Strecke, um das Gepäck und die Lebensmittel zu transportieren. Auch für die Hunde ist gut gesorgt. Jeden Abend wird ein Lager gebaut und ein Tierarzt kontrolliert immer wieder den Zustand der Hunde. Auf dem Weg soll auch in Schulen Halt gemacht werden und von dem Projekt erzählt werden, um auf die Misshandlung von Tieren aufmerksam zu machen. Das gesammelte Geld soll dazu verwendet werden, um die Anlage des Tierheims zu renovieren und einen Gnadenhof zu bauen, wo alte Tiere ihre letzten Tage genießen können und man eventuell einen Streichelzoo integrieren kann. Daran angeschlossen soll eine Art Schulungszentrum entstehen, um Kindern zu zeigen, wie man richtig mit Tieren umgeht.
Wer also gerne einmal mit seinem eigenen Hund oder auch mit einem Hund aus dem Tierheim auf dem Jakobsweg gehen möchte und damit auch noch eine gute Sache unterstützen kann, sollte sich einfach mit den Organisatoren in Verbindung setzen. Sie freuen sich über jeden, der sich für ihr Projekt interessiert. Kontakt: www.elcamino.adana.es |
|
|